Drehleier/Geschichte

Der älteste Nachweis über einen Vorläufer unserer "heutigen" Drehleier stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist in Form eines Organistrums als Relief an der Kathedrale von Santiego de Compostella in Spanien zu finden. Es wird von zwei Spielern betätigt, wobei der eine die Kurbel dreht, während der andere die Saiten mittels "Hebeln" (den sogenannten Schlüsseln) verkürzt und so die Melodie spielt.
Bis Anfang des 13. Jahrhunderts war diese Bauform wohl weit verbreitet und sehr geschätzt.
Im 13. Jahrhundert wurde das Instrument so weiterentwickelt dass es nun von nur einem Spieler gespielt werden konnte. In dieser Zeit wurden auch den einzelnen Saiten ihre verschiedenen Funktionen zugewiesen.
Bis zum 14. Jahrhundert wurde die Anzahl der Saiten auf bis zu sechs erhöht und der Umfang der Klaviatur erweiterte sich. Das anfänglich diatonische Instrument wurde chromatisch und die Anzahl der Tasten stieg bis auf 49.
Auch in seiner äusseren Form wandelte sich die Drehleier von der anfänglichen Kastenform über die Gitarren- bis zur Lautenform.
Je nach Herkunft gab und gibt es auch noch viele Abwandlungen dieser Grundformen.

 

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